Tafel 2 von 7
Vor der Gemeinde
Kurz gefasst
Islip entstand nicht an einem einzigen Tag. Es wuchs von indigenem Land über einen kolonialen Landkauf im Jahr 1683 bis zu einer lokalen Selbstverwaltung im Jahr 1710. Seine Geschichte begann lange, bevor es eine Gemeinde genannt wurde.

Die Town of Islip begann nicht an einem einzelnen Gründungsdatum. Der Kauf von 1683, aus dem "Islip Grange" wurde, war ein Landkauf, nicht die Gründung der Gemeindeverwaltung. Die ursprüngliche Urkunde ging von Winnaquaheagh, Sachem der Ländereien im heutigen Islip Town, an William Nicoll, und sie beschrieb das Land über Flüsse, Uferlinie und Grenzlinien. Das ist eine Erinnerung daran, dass koloniale Ansprüche auf Land übertragen wurden, das bereits indigene Geschichte und Bedeutung trug.
Die lokale Selbstverwaltung kam später. Im Jahr 1710 erlaubte ein koloniales Gesetz dem Precinct of Islip (einem Verwaltungsbezirk), eigene Steuerschätzer, einen Steuereinnehmer, einen Constable und einen Supervisor zu wählen und eigene öffentliche Rechnungen zu führen. Dieses Gesetz, nicht der Kauf von 1683, ist der eigentliche Beginn der Verwaltung von Islip.
Bis 1720 zeigen die Gemeindeprotokolle, wie eng die Macht an Land gebunden war. An der ersten Wahl nahmen 28 Freeholder teil, also wahlberechtigte Männer, die Grundbesitzer waren, und vier der fünf gewählten Amtsträger trugen Familiennamen von Patentinhaberfamilien. So ist der Ursprung von Islip vielschichtig: indigenes Land, kolonialer Kauf, königliches Patent, Verwaltung des Precinct und Familienmacht. Das Versprechen der Unabhängigkeit sollte später an einem Ort ankommen, an dem Fragen von Land, Autorität und Zugehörigkeit bereits tief verwurzelt waren.
Das erste Protokollbuch der Gemeinde zeigt, was diese frühe Verwaltung tatsächlich tat. Jeden April, bei der jährlichen Gemeindeversammlung (Town Meeting), wählten die Nachbarn einen Supervisor, einen Schreiber, Steuerschätzer, einen Steuereinnehmer, einen Constable, Armenaufseher, Wegeaufseher und Zaunprüfer. Sie machten Regeln über frei herumlaufende Schweine und Eber, führten die Gemeindekasse bis auf den Penny genau und bezahlten die Versorgung armer Nachbarn, etwa von Hannah Hulse, die 1739 zu einem festen wöchentlichen Satz in Kost genommen wurde. Lange vor der Revolution war die Verwaltung der Gemeinde bereits eine gemeinsame, jährliche Gewohnheit.
Quellen
- George J. Munkenbeck, "The Origins of the Town of Islip."
- Carl A. Starace, ed., Book One of the Minutes of Town Meetings and Register of Animal Ear Marks of the Town of Islip, 1720-1861 (Town of Islip, 1982); digitized by the Office of the Town Historian.